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Forschung: MAKE IT HAPPEN – Klarheit und Umsetzungsfähigkeit in Zeiten unbegrenzter Möglichkeiten


In unseren heutigen Zeiten scheint alles möglich – die Welt steht offen und ist vernetzter denn je, technologischer Fortschritt macht Ungeahntes real, die Menge an zugänglichem Wissen wächst, und inmitten von allem Fortschritt steht der Mensch und muss Orientierung schaffen, Entscheidungen fällen, seinen Weg gehen und für sich und das, was er für richtig hält, einstehen. Gerade im Kontext Leadership gilt es immer wieder aufs Neue, umsichtige und langfristige Entscheidungen sicher und bedacht zu fällen. Was wäre, wenn wir uns dieser Komplexität nicht einfach „nach Bauchgefühl“ stellen müssten, sondern auf nützliche Werkzeuge und Ansätze zurückgreifen könnten, den gerade unser wissenschaftlicher Fortschritt ermöglicht hat?

 

Welchen Weg wählt man, wenn jeder Weg möglich ist?

Angesichts scheinbar endloser Möglichkeiten ist die Frage nicht lediglich, was möglich ist, sondern was im Kontext der eigenen Haltung und dem Wohl der Gesellschaft wünschenswert ist. Solche Fragen tauchen unter anderem immer wieder zum Thema Führung auf. Tun wir etwas aus dem einfachen Grund, dass wir es tun können, oder weil es tatsächlich die richtige Handlung ist? Wie gelingt es uns beispielsweise als Führungskraft, bedachte, ganzheitliche Entscheidungen zu treffen, die eine Vielzahl an Perspektiven widerspiegeln und im Sinne des Allgemeinwohls sind? Das Kompetenzzentrum für Intrapreneurship vertritt die Haltung, dass Selbstkenntnis, Selbstreflexion und Selbstbefähigung von Individuen wegweisend sind, um bessere Entscheidungen für das grössere Ganze zu treffen, Komplexität zu verstehen und besonnen zu navigieren, Dinge in die eigenen Hände zu nehmen und zu steuern, statt gesteuert zu werden.

Das, was unsere Zeit erhält, ist automatisch unsere Priorität

Nur wenn wir klar wissen, wofür wir stehen, und wenn unsere Gedanken und unsere Handlungen im Einklang sind, können wir inmitten von Komplexität entschieden und integer handeln. Tag für Tag ist beispielsweise unsere Zeit das wichtigste Gut, da wir davon nicht mehr erschaffen können – praktisch gesprochen wird sie oft in unserer Aufmerksamkeit und unseren Handlungen gemessen. Wenn wir einer Sache Aufmerksamkeit schenken, messen wir ihr Bedeutung bei. Dabei ist unsere Aufmerksamkeit unter anderem aufgrund digitaler Ablenkungsverlockungen umkämpfter denn je. Unsere täglichen Handlungen im Kleinen addieren sich über Zeit zu einem wirkungsstarken Handlungsmuster. Das, was unsere Zeit, unsere Aufmerksamkeit, und unsere Handlungsbereitschaft erhält, ist automatisch unsere Priorität, daher sollte uns stets bewusst sein, was sie ist. Selbstbefähigung und Selbstkenntnis wird aufgrund diverser Angeboten zur Persönlichkeitsentwicklung, nicht-formaler Bildung oder in Teilen auch unter Konzepten wie Lifehacking immer zugänglicher, stellt jedoch oft immer noch etwas Abstraktes dar. Tagtäglich praktisch umgesetzt und als Hintergrund kleiner und grösserer Handlungen, Gewohnheiten und Haltungen, kann es jedoch ein hochwirksamer Zugang zu persönlicher und beruflicher Orientierung und Umsetzungsfähigkeit sein.

Ideale in Handlungen übersetzen – mit wissenschaftlicher Hilfe

Gut erforschte Konzepte verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen sind im allgemeineren Kontext oft wenig bekannt oder umsetzbar. Dabei könnte man unter Umständen von verschiedenen Einsichten aus beispielsweise Psychologie, Pädagogik und Philosophie profitieren. Dies kann helfen, unsere Möglichkeiten und Ideale in Handlungen umzusetzen, konstruktive Beziehungen im persönlichen und beruflichen Umfeld auf- und auszubauen, im Berufskontext etwas wirksam zu gestalten und Spuren zu hinterlassen, für die uns wichtigsten Personen präsenter zu sein, die Welt um uns herum aktiver zu gestalten, oder persönliche Ziele durch Willenskraft zu erreichen. Was ist, jedoch, wenn wir nie von diesen Ansätzen lernen, die uns helfen können, da sie nicht einfach zugänglich sind? In der Tat könnte die Vermittlung von Willenskraft der grösste Beitrag der Psychologie zur Menschheit sein (Baumeister & Tierney, 2011), während Achtsamkeit als grosser Stellhebel für das Wohlbefinden gilt (Brown & Ryan, 2003), und Planung- und Zielerreichungsansätze wie Mental Contrasting mit Implementationsintentionen massgeblich zu höherem Zielerreichungsgrad führen (Oettingen & Reininger, 2016). Aber wann haben wir typischerweise das letzte Mal etwas über die neuesten Erkenntnisse zu Willenskraft gelesen, und konnten sie in unserem Leben anwenden – ob, um früher aufzustehen, das richtige Mass an Zeit und Energie für Arbeit und Freizeit zu finden, sich beim Laufen zu verbessern? Und selbst wenn solche Erkenntnisse zugänglicher sind, nehmen wir sie oft als theoretisch wahr, ohne konkreten und umsetzbaren Bezug zu unserem eigenen Leben und täglichen Kontext. Daher verstehen wir die Lücke zwischen Erkenntnis und Handlung im Kontext unserer Forschung nicht nur als Problem zugänglicher Information, sondern auch als pädagogische Herausforderung, ein breiteres Verständnis zur Anwendbarkeit zu vermitteln. Durch den Ansatz des Design-Based Research trägt unsere Forschung dazu bei, dass Lücken zwischen Intention und Handlung zunehmend als pädagogisches Problem des Transfers, und weniger als reines Wissensproblem angesehen werden.

Unsere Forschung

Die Philosophie des “Challenge Managements” und der dazugehörigen praktischen Methode “F.A.C.E. the Challenge” zielen darauf ab, diese Lücke zu schliessen, indem sie praktische und theoretische Erkenntnisse aus der Sportkarriere des am längsten (kumulativ) amtierenden Weltmeister im Schwergewichtsboxen Dr. Wladimir Klitschko mit erprobten praktischen Konzepten aus der Positiven Psychologie und verwandten Disziplinen verbinden. Umgesetzt wird dies durch die Methode «F.A.C.E. the Challenge», die in verschiedenen Formaten Körper und Geist verbindet. Die Methode wird via Design-Based Research erforscht, was eine kontextbewusste und praxisrelevante, lebendige Erfahrung ermöglichen soll, die Theorie in den eigenen individuellen Kontext übersetzt.

Die Methode wird kontinuierlich in unterschiedlichen Kontexten und Hintergründen angewandt. Teilnehmer eines sechstägigen Sommercamps, das durch die DFB-Stiftung Egidius Braun und die Klitschko Foundation durchgeführt und durch das Kompetenzzentrum für Intrapreneurship inhaltlich und pädagogisch begleitet wird, erleben die Methode diese Woche als das konzeptuelle Rückgrat des Programms. Zuvor wurden weitere Erhebungen in Zusammenarbeit mit anderen Programmen, u.a. in den Kontexten ehrenamtlichen Engagements, Perspektivenfindung oder Sport durchgeführt. Auch in weiteren Kontexten und Programmen sind solche Formate möglich – wenden Sie sich bei Interesse hierzu gerne an uns.

Handlungsempfehlung

  1. Sich der eigenen Definition von Erfolg, einem guten Leben und Glück bewusst sein. Was versteht man unter einem guten Leben? Wie ist die eigene Definition von Erfolg? Wir halten selten inne, um uns zu fragen, wie wir Glück messen, und gleichzeitig folgen viele unserer Handlungen einem impliziten Ideal. Was lässt uns Erfüllung spüren, spüren, dass wir zu einer Sache beitragen, die grösser ist, als wir selbst, und wann fühlen wir uns am lebendigsten? Wenn wir unsere eigene Definition dieser Begriffe reflektieren, können sich auch Ziele ändern.
  2. Grosse Visionen haben, aber Tag für Tag handeln. Wir können grosse Visionen, beispielsweise eine Firmenvision, formulieren, jedoch werden diese im Alltag oft überlagert und geraten so ins Hintertreffen, wenn sie nicht im täglichen Handeln verankert sind. Dem kann man entgegenwirken, indem die Vision bewusst in Kultur und Verhalten übertragen wird. Möglich ist dies beispielsweise, indem Mitarbeiter dabei unterstützt werden, passende positive Gewohnheiten zu entwickeln. Dies ist am konsistentesten, wenn es der besagten grösseren Vision folgt und sie in detailliertes Verhalten übersetzt. So wird eine abstrakte Vision durch tagtägliche Gewohnheiten zur Realität.

Mehr zum Thema

Referenzen

  • Baumeister, R. F., & Tierney, J. (2011). Willpower: Rediscovering the greatest human strength. New York, NY, US: Penguin Press.
  • Brown, K.W. & Ryan, R.M. (2003). The benefits of being present: Mindfulness and its role in psychological well-being. Journal of Personality and Social Psychology, 84, 822-848.
  • Oettingen, G., & Reininger, K.M. (2016). The power of prospection: Mental contrasting and behavior change. Social and Personality Psychology Compass, 10, 591-604.
  • Bild: Unsplash / Inbal Marilli

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